Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage ist eine der Krankengymnastik entsprungene Reflexzonenmassage, die mit verschiedenen Grifftechniken vor allem am Rücken angewendet wird zur Behandlung des Fasziengewebes und der Haut.

  • Wirkt regulierend
  • Hilft bei Stress, Migräne, Verdauungs- & Mobilitätsproblemen
  • Härtegrad: mittel-stark
Bindegewebsmassage

Inhalt

Wissenswertes rund um die Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage ist, wie auch die Lymphdrainage, eine klassische manuelle Therapie im Bereich Physiotherapie und dient Deiner Gesundheit. Die Durchführung erfolgt mit den Händen und wirkt sich auf unterschiedlichen Ebenen positiv auf Deinen Organismus aus. Im Gegensatz zu einer Wohlfühlmassage, die vorrangig der Entspannung dient, stellt die Bindegewebsmassage eine unterstützende Behandlungsmöglichkeit bei verschiedenen körperlichen Beschwerden dar. Was die Definition der Bindegewebsmassage ist, welche Techniken zu ihr gehören und wie sie angewendet wird, erfährst Du in diesem Text.

Was ist die Definition einer Bindegewebsmassage?

Die Massage des Bindegewebes wird auch als subkutane Reflextherapie (SRT) oder subkutane reflektorische Therapie bezeichnet (subkutan = unter der Haut, reflektorisch = die Reflexe betreffend). Durch spezielle Grifftechniken werden die Zonen rund um Deine Haut, die darunter befindliche Unterhaut, das Unterhautfettgewebe sowie die Faszien (weichteilige Komponenten des Bindegewebes) behandelt. Das manuelle Einwirken auf die Gewebeschichten dient der Lockerung und dem Lösen von Verklebungen.

Der hauptsächliche Bereich, der bei der Durchführung von Bindegewebsmassagen behandelt wird, ist Dein Rücken und im weiteren Verlauf auch Dein Bauch. Zu Beginn der Therapie wird die Massagetechnik zunächst nur am Becken eingesetzt. Im Verlauf von weiteren Sitzungen folgt nach und nach Dein gesamter Rücken. Es gibt weiterhin Sonderformen der Therapie, die eine Behandlung von einzelnen Körpersegmenten vorsehen (Segmentmassage).

Was sind die Ursprünge der Bindegewebsmassage?

Der Beginn der Behandlung von Bindegewebe lässt sich, anders als bei anderen Massagetechniken, sehr eindeutig festlegen. Der Ursprung findet sich in der Medizin der 1920er-Jahren. Die Krankenschwester Elisabeth Dicke hatte aufgrund einer Behinderung immer wieder starke Schmerzen im Rücken sowie erhebliche Taubheitsgefühle in einem ihrer Beine. Der Grund für das beeinträchtigte Bein waren massive Durchblutungsstörungen. Ärzte sahen eine Amputation des Beines bereits als unvermeidbar an. Es gab in der damaligen Medizin keine weiteren Hilfsmöglichkeiten.

Aufgrund der Schmerzen und dem drohenden Verlust ihres Beines, versuchte sich Frau Dicke selbst zu therapieren. Sie begann damit, sehr regelmäßig ihren Beckenkamm und das Kreuzbein durch intensive Streichbewegungen zu behandeln. Mit der Zeit zeigten sich deutliche Verbesserungen. Das Bein wurde beweglicher und die Schmerzen verringerten sich ohne Nebenwirkungen. Frau Dicke konnte ihr Bein durch die effektive Selbstbehandlung rund um das Bindegewebe retten und entwickelte im weiteren Verlauf die grundlegende Technik der Behandlung in ihrer eigenen Praxis. Heute kommt die Methode in den meisten Praxen für Physiotherapie zur Anwendung.

Wie ist die Wirkweise einer Bindegewebsmassage?

Die Wirkweise der Behandlung basiert auf einer Beeinflussung der Funktionsfähigkeit der unterschiedlichen inneren Organe. Die sogenannte reflektorische Wirkung der Massage bezieht sich dabei jeweils auf den spezifischen Bereich ihrer Anwendung. Je nach Zonen Deines Körpers, die bei Dir behandelt werden, lassen sich verschiedene Organe ansprechen.

Eine primäre Wirkung von Bindegewebsmassagen ist die damit einhergehende Anregung Deiner peripheren arteriellen Durchblutung, die sich entsprechend positiv auf die Sauerstoffversorgung Deiner Arme und Beine auswirkt. Ein Nachweis für die Wirksamkeit der Massage bei konkreten Krankheiten besteht im Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen der Atemwege. Dabei handelt es sich vor allem um funktionelle Störungen, etwa Husten, Atemnot und Spasmen im Bereich der Muskulatur der Bronchien. Auch der Magen-Darm-Trakt und das vegetative Nervensystem werden positiv durch eine Bindegewebsmassage beeinflusst und eine Vielzahl anderer Krankheiten vorgebeugt.

Was geschieht während einer Bindegewebsmassage?

Bei der Behandlung löst Dein behandelnder Therapeut mittels unterschiedlicher Grifftechniken miteinander verklebte Unterhaut- und Bindegewebsstellen. Als Reaktion darauf kann sich die Haut etwas anders anfühlen. Das ist für Dich nicht schmerzhaft, fühlt sich jedoch anders an als bei einer Wohlfühlmassage. Viele Patienten bezeichnen das Gefühl an den jeweiligen Zonen als ein leichtes Schneidegefühl, andere als Brennen. Der Grund dafür ist die deutliche Verstärkung der Durchblutung während des Massierens.

Bei der Behandlung werden die einzelnen Bindegewebszonen behandelt. Sie stehen im Alltag unter einer hohen Spannung und Belastung, was sich mit der Zeit auch in Schmerzen in den umliegenden Regionen äußern kann. Die entsprechenden Massagetechniken, die zum Einsatz kommen, haben das Ziel, bestehende Schmerzen zu lindern und die Elastizität des Gewebes wieder zu verbessern.

Je nachdem, mit welchen Beschwerden Du die Therapie aufsuchst, werden unterschiedliche Verfahren angewendet. Die manuelle Behandlung reicht von einem oberflächlichen Verschieben eines Hautareals mit flachen Händen bis hin zu einer Verschiebung des tieferen Unterhautgewebes mit den Fingerkuppen.

Wie ist der Ablauf bei einer Bindegewebsmassage?

Zu Beginn einer Behandlung informierst Du den Therapeuten über Art und Ort Deiner Schmerzen beziehungsweise Beschwerden. Die Anwendung erfolgt in Form mehrerer aufeinander aufbauender Stufen und durchläuft dabei einen klaren Ablauf. Die erste Behandlung dient der Klärung Deiner Diagnose durch den Therapeuten. Hierzu ist zunächst eine erste Übersicht erforderlich, die durch Befragung und dem Fühlen und Tasten des Gewebes entsteht. Dadurch lässt sich der Flüssigkeitsgehalt im Gewebe feststellen oder auch eventuelle Spannungsunterschiede rund um die Muskulatur. Im Anschluss wird ein Behandlungsplan erstellt, der üblicherweise mehreren Sitzungen umfasst und der mit Dir besprochen wird.

In den meisten Fällen liegt die Dauer für eine einzelne Behandlung zwischen 15 und 30 Minuten. Je nach Ausgangsbasis und Vereinbarung sind auch längere Termine möglich. Die genaue Zeit richtet sich meist nach dem Schweregrad Deiner Schmerzen. Wie viele Sitzungen erforderlich sind, lässt sich im Vorhinein nicht eindeutig bestimmen. Es kommt wesentlich darauf an, mit welcher Ausgangsbasis Du die Behandlung begonnen hast und wie sich Deine Beschwerden entwickeln.

Wann ist die Durchführung einer Bindegewebsmassage hilfreich?

Die Anwendungsbereiche sind vielfältig und liegen vorrangig im Bereich von Einschränkungen oder Schmerzen am Bewegungsapparat. Als begleitende und unterstützenden Behandlung können Sie Dir außerdem bei zahlreichen weiteren Beschwerdebildern helfen.

Beispiele für Behandlungsfelder:

Selbst wenn Du keine Schmerzen hast, kann Dir eine Massage des Bindegewebes nützen. Viele Menschen stören sich beispielsweise an ihrer Cellulite (Orangenhaut). Sie lässt sich durch die Massage zwar leider nicht beseitigen, aber das Hautbild kann sich, wie auch im Rahmen einer Lymphdrainage, bei einer Cellulite optisch deutlich verbessern.

Welche Kontraindikationen gibt es bei der Bindegewebsmassage?

Auch wenn die Behandlung meist keine nennenswerten Nebenwirkungen kennt, gibt es einige Erkrankungen sowie gesundheitliche Einschränkungen, bei denen Du auf eine Bindegewebsmassage verzichten solltest. Der Grund dafür ist die relativ intensive mechanische Belastung, der Dein Gewebe durch die verschiedenen Massagetechniken ausgesetzt ist.

Ausschlusskriterien:

Was sind die Kosten einer Bindegewebsmassage?

Die Kosten von Bindegewebsmassagen richten sich nach der Dauer der Behandlung.

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